Gedanken #1 Grundlegendes

Das, was mich die letzten paar Wochen vom denken abgehalten hat, ist nun vorbei. Alleine sitze ich in meinem Zimmer, auf meinem Bett und starre die Wand an. Ich spüre eine innere Leere in mir. Noch nie, war diese so groß wie jetzt.
Schon immer habe ich mich gehasst, meinen Körper, einfach alles an mir. Das hat sich bis heute nicht geändert. Selten sind die Tage, an denen ich vollkommen glücklich mit mir und meiner Umgebung bin. Jeden einzelnen Tag erlebe ich Gefühlsausbrüche, welche ich nicht steuern oder zurückhalten kann. Kaum einer weis, wie ich mich wirklich fühle. Ich fühle mich leer, und alleine.
Wenn ich überlege, wer wirklich meine Freunde sind, fällt mir niemand ein. Meine Familie halte ich aus dem allem raus, ich will sie damit nicht belasten. Die leere in mir, kann jedoch weder von Freunden noch von meiner Familie gefüllt werde.
Jeden Tag könnte ich weinen. Gerade wenn es um das Thema Beziehung geht. Mein erster Freund, meine erste Liebe, hat mich gebrochen. Ich hatte schon immer meine eigenen kleinen Probleme, doch mit Ihm schienen sie zu heilen. Er tat mir gut. Ob er meine große Liebe war weis ich nicht, ich bezweifel es jedoch. Trotz allem tat er mir gut, ich war glücklich. Kaum fange ich an darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, schießen mir die tränen in die Augen. Und was ist nun? Ich schaffe es nicht jemanden kennen zu lernen oder zu finden der die gleichen Gefühle für mich hegt, wie ich für ihn. Entweder bin ich ein Spielzeug für sie oder eine gute Freundin. Auch muss ich zugeben, ich lasse mit mir spielen. Denn in der Zwischenzeit, in der ich mit ihnen zusammen bin, rede, Sex habe, geht es mir für den Moment besser. Auch wenn ich weis, das er keine Gefühle für mich hat. Es füllt mich innerlich für einen Moment aus.
Wenn ich dann wirklich einmal merke, dass ich Gefühle für jemanden aufbauen dann unterdrücke ich sie. Gerade jetzt empfinde ich etwas für einen guten Freund, jedoch möchte ich nicht alles kaputt machen. Ich kann und will nicht mehr verletzt werden. Es tut alles so sehr weh. Die Unzufriedenheit mit mir, meinem Körper, die leere in mir und die Einsamkeit. Alles zusammen ist sehr belastend. Wie ein schwerer Rucksack, welcher man dauernd mit sich zu tragen hat.
Manchmal kommen Menschen/Momente in denen man etwas aus dem Rucksack raus nimmt, und es einem für diese Zeit besser geht. Jedoch wird einem auch oft noch mehr hineingetan und der Ballast den man mit sich herum schleppt, wird noch schwerer.
Ich fühle mich ungebraucht und nutzlos. Als ob ich für jeden nur eine Last wäre und stören würde. Oft stoppe ich, wenn ich dabei bin jemandem zu schreiben und denke mir, ich würde ihn sowieso nur stören, er hat keine Zeit und Lust auf mich. Also lösche ich die oberflächlich freundliche Begrüßung, welche mich kurz von meinem Problemen ablenken soll, und den gefakten Smiley dahinter.
Am meisten wird mir alles bewusst, wenn ich glückliche Paare sehe, oder am schlimmsten meinen ex. Ich habe ich zum Glück seit unserer Trennung nicht mehr gesehen. Doch dank den Sozialen Netzwerken ist eine absoluten Kontaktlosigkeit nicht möglich. Auch habe ich angst ihn wieder zu sehen. Es würde ein Messer in mein Herz rammen. Ich liebe ihn zwar nicht mehr, aber es würde schmerzen. Er war in unsere Beziehung immer der, welcher mehr geliebt hat.
Auch übertragen sich meine psychischen Probleme auf meinen Körper. Ich kann beim Sex nicht abschalten. Ich denke immer an irgendetwas und kann es nicht genießen. Da die Beziehung mit dem Mann, mit dem ich schlafe nur auf Sex beruht, habe ich angst dass er es beendet. Ich habe zwar akzeptiert dass es nur um Sex geht, jedoch würde ich mir dann wieder für eine Zeit einfach nutzlos fühlen, da ich nicht mal für eine Sex Beziehung geeignet bin. Alle sagen:,,Ja jetzt wird alles besser da der Stress vorbei ist. Da kann man sich nun besser konzentrieren bzw. abschalten" Doch genau das ist das Problem! Der Stress hilft mir NICHT nachzudenken. Ohne Stress denke ich viel mehr über meine Probleme nach. Und diese Gedanken, lassen einen nicht zur ruhe kommen.
All das Schmerzt ... und da ich im Moment viel zu viel Zeit zum Nachdenken habe. wird mir meine Einsamkeit und die Sinnlosigkeit meines Lebens immer mehr bewusst. Jeden Tag weine ich, denn ich bin der Auffassung dass der Schmerz raus muss. In in sich hinein zu fressen ist noch schlechter. Doch ich weine nie in der Öffentlichkeit. Immer nur für mich. Denn wenn die Tränen fließen, fühlt man sich für einen Moment frei.

28.3.15 23:09

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